Vorurteile

"Burschenschafter sind rechtsradikal/-extrem."

Mit diesem Vorurteil werden wir mit Abstand am häufigsten konfrontiert, was sicherlich auch daran liegen dürfte, dass es immer wieder bereitwillig von den Medien aufgegriffen und weiter getragen wird, wobei man auf Differenzierungen und gründliche Recherche gerne großzügig verzichtet.

Die JB! Germania bekennt sich zum deutschen Vaterland und der abendländischen Kultur mit seinen Traditionen und Werten. Das bedeutet gleichzeitig ein Bekenntnis zur freiheitlich - demokratischen Grundordnung unseres Landes, jegliche Form des Extremismus lehnen wir strikt ab und dulden dementsprechende Geisteshaltungen unter unseren Mitgliedern nicht. Darüber hinaus verlangen wir nicht von unseren Mitgliedern, dass sie bestimmte politische Ansichten übernehmen, die Meinungsfreiheit des Einzelnen ist für uns ein unantastbares Gut.
Leider existieren in Deutschland vereinzelt Verbindungen, für die diese Aussagen nicht zutreffen. Wir können uns von diesen nur ausdrücklich distanzieren und verweisen darauf, dass sich prinzipiell jede Vereinigung "Burschenschaft" nennen darf, auch dann, wenn sie sich ideell weit außerhalb der eigentlichen burschenschaftlichen Ideale bewegt.
Auch die öffentliche Anfeindung und Bedrohung durch extremistische Gruppen wird uns nicht davon abhalten an dieser Einstellung festzuhalten.

"Burschenschafter fügen sich absichtlich gegenseitig Narben zu und sind auch noch stolz darauf."

Beim akademischen Fechten kann es zu Schnittverletzungen kommen, die Narben hinterlassen. Diese sind für uns ebenso unangenehm, wie sie es für jede andere Person auch wären, weshalb jedes Mitglied bei seiner Partie versucht, möglichst nicht getroffen zu werden. Genau dazu dient auch das langwierige Training, das jeder Partie voraus geht und in dessen Verlauf man die nötigen Techniken der Deckung erlernt. Die dennoch vorkommenden Verletzungen sind gerade das in Kauf genommene Risiko, ohne welches das Prinzip Mensur nicht funktionieren würde. Darüber hinaus stellen Schmisse durch die Schutzwaffen und die sofortige medizinische Versorgung heute keine ernsthafte Gesundheitsgefahr mehr dar und sind in den meisten Fällen alsbald kaum noch zu sehen - so wie andere Sportverletzungen auch.

"Burschenschafter saufen den ganzen Tag nur."

Natürlich darf auch bei uns eine gesellige Veranstaltung gerne feuchtfröhlich enden, allerdings liegt es uns fern, den Alkoholgenuss zum Selbstzweck zu erheben. Ob und wie stark man sich bei einer Feier betrinkt, entscheidet Jeder für sich alleine, so wie das auch bei sonstigen privaten Veranstaltungen der Fall ist.

"Als neues Mitglied muss man Sklavendienste leisten."

Manche Ämter, wie bspw. das des Kassenwarts, können bei uns erst nach der bestandenen Burschung bekleidet werden und neue Mitglieder haben zunächst nicht immer Stimmrecht auf unseren Versammlungen, allerdings liegt dies lediglich in der Unerfahrenheit der einzelnen Personen begründet. Ansonsten ist uns jedes Mitglied gleich viel "wert", zwischen Füchsen und Burschen wird kein Unterschied gemacht, was sich auch in der Tatsache äußert, dass wir alle das selbe Band tragen, während in den meisten anderen Verbindungen die Füchse als Erkennungszeichen über ein anderes Band als die Burschen verfügen.

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